„Wenn wir es ernst damit meinen, dass niemand in der Pandemie zurückgelassen werden darf, dann muss dies auch für diejenigen gelten, die zu uns gekommen sind, um Schutz vor Krieg und Verfolgung in ihrer Heimat zu suchen“, so Ulla Taha, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der DIE LINKE. in der Harburger Bezirksversammlung. „Es besteht aber ganz real die Gefahr, dass die Geflüchteten in ihren Unterkünften in einer Zeit, in der Solidarität zum Schutz vor Infektion in der Isolierung voneinander besteht, noch zusätzlich vereinsamen, da ihnen oftmals kein oder nicht ausreichend WLAN zur Verfügung steht.“  Dass in den Unterkünften eine funktionierende Internetverbindung oftmals immer noch eine Rarität ist, hat die Antwort des Senats auf eine Anfrage der DIE LINKE. in der Hamburgischen Bürgerschaft ergeben.

„Dabei ist aktuell eine gute Internetverbindung für eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben unerlässlich. Das Internet ist oftmals die einzige Möglichkeit für Geflüchtete, über die sie mit ihren Angehörigen in ihren Heimatländern in Kontakt bleiben können. Ebenso gilt dies für den Kontakt zu den Menschen, die sie hier kennen gelernt haben“, begründet Ulla Taha den Antrag der DIE LINKE. in der Bezirksversammlung, die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration sowie die Träger der Einrichtungen im Bezirk Harburg aufzufordern, dafür zu sorgen, dass das WLAN-Netz in den Unterkünften für Geflüchtete im Bezirk eingerichtet oder ausgebaut wird. „Auch für die Kinder, die im Home Schooling sind, ist eine gute Internetverbindung erforderlich. Ansonsten werden sie abgehängt.“

Last modified: 9. Februar 2021

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