„Hier im Hamburger Süden herrscht schlicht Chaos bei den Schnelltests und die Sozialbehörde hat auf ganzer Linie versagt“, stellt Jörn Lohmann, Fraktionsvorsitzender der DIE LINKE. in der Bezirksversammlung Harburg, fest. „Erst fällt der Bezirk Harburg bei den Testmöglichkeiten hinten runter und auch jetzt ist das Angebot immer noch dürftig: Nur einige Apotheken und Ärzte testen, ein Kleintransporter soll der Testbus für Rathausplatz und Neugrabener Markt sein und das Testzentrum an der TU gibt es nach heutigem Stand immer noch nicht.“

„In allen anderen Bezirken Hamburg gibt es Testzentren – nur in dem von Sozialsenatorin Leonhard nicht“, so Lohmann verärgert. In denen wird auf diejenigen zurückgegriffen, die schon vor dem Angebot der kostenlosen Schnelltests privatwirtschaftlich und gegen ein Entgelt betrieben wurden. „Die stehen natürlich da, wo sich die Betreiber wirtschaftlichen Erfolg versprochen haben. Also da, wo sowohl die Frequenz groß ist als auch Menschen wohnen und arbeiten, die einen solchen Test aus eigener Tasche bezahlen können“, so Lohmann. „Das bedeutet aber auf der anderen Seite, dass Stadtteile mit nicht so wohlhabender Bevölkerung auch kein Testzentrum haben.“

Die DIE LINKE. Fraktion in der Bezirksversammlung Harburg fordert deshalb, dass die Stadt selbst Testzentren aufbaut. „Die Möglichkeit, sich testen zu lassen, darf nicht allein in privatwirtschaftliche Hände gelegt werden. Die Stadt ist dafür verantwortlich, dass auch dort, wo sozial nicht so gut gestellte Menschen leben, ausreichend Schnelltestmöglichkeiten vorhanden sind. Das ist ein Gebot gesellschaftlicher Solidarität“, so Lohmann.

Last modified: 16. März 2021
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