„Die Impfungen gegen das Corona-Virus haben begonnen – das ist eine gute Nachricht“, stellt Ulla Taha, stellvertretende Fraktionsvorsitzende DIE LINKE. in der Harburger Bezirksversammlung fest. „Jetzt sind erst einmal die Menschen mit höchster Priorität an der Reihe – diejenigen, die in Pflegeberufen arbeiten und diejenigen, die über 80 Jahre alt sind. Sie sind am meisten durch das Virus gefährdet – sie müssen wir zuerst schützen.“
Danach kommt die übrige Bevölkerung gestaffelt nach Priorität an die Reihe. Faktoren sind dabei zum einen das Alter, aber auch Vorerkrankungen. Hier sollen die Arbeitgeber und Behörden die Bürger*innen anschreiben. „Die Menschen nach ihrem Alter anzuschreiben und über die Impfung zu informieren ist für Behörden und Arbeitgeber durchaus möglich. Aber wie erfahren Menschen mit Vorerkrankungen, dass sie sich impfen lassen können? Aufgrund des Datenschutzes wissen Behörden und Arbeitsgeber natürlich nichts darüber“, so Taha. „Und wie werden Menschen mit prekären Arbeits- und Lebensbedingungen informiert, wie die Obdachlosen, die oftmals nicht einmal eine Meldeadresse haben?“
Zudem ergeben sich auch aufgrund des Umstandes, dass es in Hamburg nur ein einziges Impfzentrum in den Messehallen gibt, dringend zu klärende weitere Fragen. „Wir wollen wissen: Wie kommen alte oder chronisch kranke Menschen, denen jeder Weg schwerfällt, ins Impfzentrum? Wird es für sie einen Fahrdienst geben? Oder werden sie von mobilen Impfteams versorgt? Das muss doch dringend geklärt werden“, so Ulla Taha.
DIE LINKE. hat deshalb in der Bezirksversammlung beantragt, dass die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz von der Bezirksversammlung gebeten wird, zeitnah im Ausschuss für Soziales, Integration, Gesundheit und Inklusion zu diesen und weiteren Punkten zu berichten.

Last modified: 12. Januar 2021
Schriftgröße erhöhen
Kontrast