Mit Erstaunen haben wir zur Kenntnis genommen, dass Frau Dr. Anke Jobmann das Dezernat für Soziales, Jugend und Gesundheit im Bezirk Harburg übernehmen wird. Bei Betrachtung ihrer persönlichen Vita fällt allerdings auf, dass Frau Dr. Jobmann über keine erkennbaren fachlichen Qualifikationen, beispielsweise im Bereich der Jugendhilfe oder bei der bezirklichen Sozialpolitik, verfügt.

Ein Blick in den politischen Werdegang von Frau Dr. Jobmann lässt vermuten, dass sie auf dem Ticket der CDU in ihre jetzige Position gehievt wurde.

“Die Besetzung der Leitung des Harburger Dezernats für Soziales, Jugend und Gesundheit mit einer CDU-Frau lässt auf einen politischen Deal schließen. Welchen Grund sollte der SPD-Bezirksamtsleiter Thomas Völsch sonst haben, die Stelle mit einer studierten Historikerin zu besetzen, deren Nähe zur CDU nicht zu übersehen ist?”, fragt sich Sabahattin Aras, für die Fraktion der LINKEN. in der Harburger Bezirksversammlung.

“Einmal mehr hat sich offenbar in dieser Koalition die CDU durchgesetzt, und nun wurde das Sozialdezernat für die Wiederwahl des Bezirksamtsleiters von den Sozialdemokraten geopfert. Es dürfte sich um eine bittere und folgenschwere Entscheidung handeln. Schließlich steht das Sozialdezernat vor schwierigen strategischen Entscheidungen. Hier hätten wir uns eine erfahrenere Fachperson gewünscht”, ergänzt der Fraktionsvorsitzende Jörn Lohmann.

“Wir gehen davon aus, dass sich Frau Dr. Jobmann in der nächsten Sitzung der Bezirksversammlung den gewählten Abgeordneten vorstellen wird und wir sie nach ihren Arbeitsvorstellungen und zu unterschiedlichen Einschätzungen in der Sozialpolitik befragen können”, erklärt Lohmann abschließend.

Last modified: 26. Juli 2020
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