Die neue Oxfam-Studie zur „Klimakluft“ belegt, was DIE LINKE seit Langem sagt: Die Klimakrise und die soziale Ungleichheit sind untrennbar miteinander verbunden. Die Hauptverursacher*innen sitzen nicht in den ärmeren Bevölkerungsschichten, sondern an der Spitze der Einkommenspyramide.
Wir brauchen eine sozial gerechte Klimawende, die die Reichsten zur Kasse bittet und die Harburger*innen entlastet.
Die Klimakrise ist nicht nur eine ökologische, sondern zutiefst eine soziale Krise. Die jüngsten Berechnungen von Oxfam in Zusammenarbeit mit dem Stockholm Environment Institute zeigen die dramatische Ungleichheit bei den CO₂-Emissionen. Während die globale Erwärmung insbesondere für ärmere Bevölkerungsschichten in wirtschaftlich benachteiligten Ländern lebensbedrohliche Konsequenzen hat, wird sie überproportional von den reicheren Bevölkerungsschichten verursacht – und das betrifft auch uns in Harburg.
Die Zahlen sind schockierend und verdeutlichen die sogenannte „Klimakluft“:
Die globale Schere
Die Superreichen tragen nicht nur durch ihren Konsum zur Krise bei: Als Eigentümer*innen und Anteilseigner*innen großer Konzerne verantworten sie über ihre Investitionsemissionen enorme Mengen an CO₂.
Fast 60 Prozent dieser Investitionen fließen in besonders klimaschädliche Sektoren wie Öl und Gas.
Die Klimakluft in Deutschland
Auch in Deutschland ist die Verteilung der Verantwortung für die Klimakrise zutiefst ungerecht.
Ein weiterer Ungerechtigkeits-Faktor: Während die ärmere Hälfte der Deutschen ihre Emissionen zwischen 1990 und 2022 um durchschnittlich 36 Prozent reduziert hat, sanken die Emissionen des reichsten Prozents nur um 25 Prozent. Menschen aus ärmeren Bevölkerungsschichten haben im Schnitt einen viel geringeren individuellen Spielraum zur Emissionssenkung. Sie wohnen oft zur Miete und haben kaum Einfluss darauf, ob ihre Wohnungen mit fossilen oder erneuerbaren Energiequellen beheizt werden.
DIE LINKE fordert: Der Weg zur gemeinwohlorientierten Wirtschaft
Die Klimakrise und die soziale Ungleichheit sind untrennbar miteinander verbunden und müssen daher auch politisch gemeinsam angegangen werden. Reiche Bevölkerungsschichten und Superreiche tragen eine besonders große Verantwortung2.
Die Linksfraktion Harburg fordert daher eine soziale und ökologische Wende, die alle Harburger*innen mitnimmt:
Wir brauchen eine massive Reduktion der CO₂-Emissionen und eine konsequente Abkehr von fossilen Energien. Darüber hinaus fordern wir:
Die Hauptverursacher*innen der Klimakrise müssen finanziell zu ihrer Bewältigung beitragen.
Die Lasten der Transformation dürfen nicht auf den Schultern der Ärmeren liegen.
Wir in Harburg werden uns weiter dafür einsetzen, dass der Senat und die Bundesregierung diese Erkenntnisse nicht ignorieren. Eine gerechte Zukunft ist nur möglich, wenn wir die Klimakrise und die soziale Ungleichheit gemeinsam und an der Wurzel bekämpfen.
Wir fordern die Einführung eines sozial gestaffelten Klimagelds.
Dieses muss die einkommensschwächeren Harburger*innen entlasten und sicherstellen, dass die Transformation sozial gerecht umgesetzt wird.