Am 22. März 2017 ging der Gesamtbetriebsrat der Asklepios-Kliniken mit einer Pressekonferenz an die Öffentlichkeit. Grund dafür waren die offenbar mittlerweile teils unhaltbaren Zustände in den Kliniken. Moniert wurden unter anderem ein massives Fehlen von Arbeitskräften zur Aufrechterhaltung der Versorgung und der damit gefährdeten Versorgungsqualität für die Patienten. Als weitere Probleme wurden der wachsende wirtschaftliche Druck, die Ausgliederungspolitik der Servicebereiche in tariflose Tochtergesellschaften sowie die Jobvergabe an Leiharbeitsfirmen angeführt. 

 „ Dass der Gesamtpersonalrat eines Konzerns mit einer Kritik der internen Verhältnisse an die Öffentlichkeit geht, ist ungewöhnlich“, so Jörn Lohmann, Harburger Fraktionsvorsitzender der Partei DIE LINKE. „Deshalb haben wir einen Berichtsantrag gestellt, um zu erfahren, ob es am Asklepios Klinikum Harburg ausreichend Personal und vernünftige Arbeitsbedingungen gibt und die Patientensicherheit voll gewährleistet ist.“ 

Außerdem fragt die Harburger LINKE in einem Antrag, wie es in Harburg mit der Erfüllung der Auflagen zur Genehmigung der Sonntagsöffnung der Geschäfte bestellt ist. Seit November 2015 darf ein verkaufsoffener Sonntag nur im Rahmen einer Veranstaltung stattfinden, die mehr Besucher anzieht als die geöffneten Läden. „Die Frage stellt sich, ob es sich in Harburg oft nur um Alibifestivitäten handelt, um das Sonntagsöffnungsverbot zu umgehen, oder um anziehungskräftige Veranstaltungen. Wir brauchen deshalb exakte Besucherprognosen“, meint Lohmann.

Last modified: 26. Juli 2020
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