In Rekordzeit hat die Initiative „NOlympia“ über 19.000 Unterschriften gesammelt, um Hamburg vor einem finanziellen und sozialen Abenteuer zu bewahren. Auch wir in Harburg sagen klar: Diese Stadt braucht keine Milliarden-Party für das IOC, sondern Investitionen in das, was wirklich zählt!
Der Erfolg der Volksinitiative ist ein Sieg für die Demokratie. Mit 19.423 Unterschriften – fast doppelt so viele wie nötig – haben die Hamburger*innen sichergestellt, dass zum Referendum am 31. Mai auch die kritischen Stimmen im offiziellen Informationsheft der Stadt Gehör finden. Das zeigt: Der Widerstand gegen den olympischen Gigantismus ist breiter denn je.
Während der Senat von glänzenden Medaillen träumt, sieht die Realität in unserem Bezirk Harburg anders aus. Wir kämpfen hier täglich gegen die Schließung von Kitas, gegen Kürzungen in der Stadtteilkultur und für den Erhalt unserer sozialen Infrastruktur.
Warum wir als Linksfraktion Harburg gegen die Olympia-Bewerbung stehen:
- Gefahr weiter explodierender Mieten: Die Erfahrungen aus Städten wie London oder Paris zeigen: Olympia ist ein Brandbeschleuniger für die Gentrifizierung. Luxussanierungen und steigende Bodenpreise verdrängen Menschen mit geringem Einkommen. In einem Bezirk wie Harburg, der ohnehin unter hohem Druck an Wohnungsmangel steht, können wir uns dieses Risiko nicht leisten. Wohnen ist ein Menschenrecht, kein olympisches Werbemittel!
- Milliarden für PR statt Millionen für Soziales: Ein Mega-Event wie Olympia kostet Milliarden. Dieses Geld wird in Beton und Prestigeobjekte fließen, während bei uns im Bezirk um jeden Euro für die offene Kinder- und Jugendarbeit oder die Inklusion gerungen werden muss. Wir sagen: Schulen sanieren und Sozialtarife sichern ist wichtiger als neue Stadien!
- Prioritäten für Harburg: Wir brauchen den klimagerechten Umbau unserer Stadt, einen starken ÖPNV-Ausbau in den Hamburger Süden und bezahlbaren Wohnraum für alle – und zwar jetzt, nicht erst in zehn Jahren als „Nebenprodukt“ einer Sportveranstaltung.
Unsere Entscheidung am 31. Mai!
Martin Wolter, sportpolitischer Sprecher der Hambruger Linksfraktion: „Ganz viele Menschen in unserer Stadt misstrauen dem IOC, befürchten, dass bei diesem Spektakel der Breitensport auf der Strecke bleibt und das Klima schlechter wird. Ich bin zuversichtlich, dass der Senat das Referendum verlieren wird, weil die Hamburger*innen nicht das Geld für das IOC zum Fenster hinauswerfen wollen.“
Die erfolgreiche Unterschriftensammlung war erst der Anfang. Jetzt geht es darum, beim Referendum am 31. Mai (Briefwahl schon vorher!) ein deutliches Zeichen zu setzen.
Hamburg – und Harburg – hat etwas Besseres verdient als Olympia. Wir wollen eine Stadt, die für ihre Bewohner*innen funktioniert und nicht für die Profitinteressen des IOC.
Hilf mit, Olympia zu stoppen: Für soziale Sicherheit, echte Nachhaltigkeit und Mieten, die man sich leisten kann!
Last modified: 26. Februar 2026

