Die Pläne des Kunsthallen-Direktors Alexander Klar für einen großangelegten Umbau der Hamburger Kunsthalle, ergänzt um Ideen wie einen Park, ein Freibad in der Binnenalster und die Überdeckung des Glockengießerwalls, sind auf den ersten Blick spannend. Wir als die Linke Harburg befürworten auch grundsätzlich jeden Vorschlag, der mehr Raum für Begegnung, Kunst und gesellschaftliches Miteinander schafft. ABER: diese Visionen werfen zwei entscheidende Fragen auf: Wer bezahlt das alles? Und wer redet mit bei der Gestaltung und Nutzung?
Wir warnen eindringlich: Kulturentwicklung darf kein weiteres Prestigeprojekt für Milliardäre werden, die mit ihren Spenden den Kurs diktieren. Der Blick auf andere Großprojekte in Hamburg zeigt, dass diese Gefahr real ist.
Marie Kleinert, kulturpolitische Sprecherin der Linksfraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft, stellt klar: „Kulturentwicklung darf kein Prestigeprojekt für wenige sein – sie muss inklusiv, sozial und demokratisch gestaltet werden. Dass das in unserer Stadt keineswegs selbstverständlich ist, zeigt der Blick auf andere Großprojekte, bei denen Milliardäre wie Herr Kühne den Kurs diktieren. Genau das darf sich hier nicht wiederholen.“
Klima- und Sozialpolitik statt Tunnelbau
Auch die Begleitideen kritisieren wir aus verkehrs- und umweltpolitischer Sicht:
- Verkehrswende statt Tunnel: Die Idee, den Autoverkehr unter die Erde zu verlegen, ist keine Zukunftsvision. Hamburg braucht mutige Schritte zu einer weitestgehend autofreien Innenstadt und den Ausbau von attraktiven Alternativen wie der Straßenbahn.
- Schwimmflächen für die Quartiere: Hamburg braucht dringend neue Schwimmflächen. Ein weit entferntes „Spaßbad“ in der Binnenalster löst aber nicht das Problem, dass es in vielen Quartieren, in denen Schwimmmöglichkeiten fehlen, an Schwimmbädern für den Vereinssport mangelt.
Wir kämpfen für eine Kultur- und Stadtentwicklung, die den Bedürfnissen aller Bürger*innen dient und nicht der Selbstdarstellung reicher Spender!
Last modified: 11. November 2025


