Obwohl die Jugendhilfe, die Familienförderung und die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Harburg unverzichtbar sind, lässt der Hamburger Senat die Träger und Einrichtungen über die Zukunft ihrer Finanzierung im Ungewissen.

Aus Harburg und anderen Bezirken (Altona, Eimsbüttel, Bergedorf) liegen uns Berichte vor, die belegen: Für das Jahr 2026 gibt es keine verlässlichen Zusagen für die Finanzierung!

Besonders brisant: Es ist völlig offen, ob die wichtigen SIN-Mittel (Sozialräumliche Integrationsnetzwerke) und die sogenannten Mehrbedarfe – darunter die Gelder für die unverzichtbare Arbeit mit Geflüchteten – weiterhin zur Verfügung stehen. Mit den SIN-Mitteln werden in Hamburg Projekte gefördert, die darauf abzielen, die Integration von Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und deren Familien zu unterstützen, insbesondere in der Nähe von Unterkünften für Geflüchtete. Ziel ist es, integrative Kontakte und Zugänge zu den Regelangeboten zu erleichtern.

Diese fehlenden Zusagen führen zu massiver Unsicherheit, die direkt unsere Harburger Gemeinschaft trifft:

  • Unsicherheit für Beschäftigte: Viele Mitarbeitende wissen nicht, ob ihre Verträge ab Januar 2026 verlängert werden können.
  • Unsicherheit für Familien: Kinder, Jugendliche und Familien drohen, ihre festen Bezugspersonen und wichtigen Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit, der Frühen Hilfen und der Familienförderung zu verlieren.
  • Akute Gefährdung der Integrationsarbeit: Für die Angebote zur Integration geflüchteter Menschen ist nach jetzigem Stand weniger als die Hälfte der Mittel aus 2025 gesichert.

Die geplanten Rahmenzuweisungen reichen schlicht nicht aus, um die bestehenden Angebote nur annähernd zu sichern.

Wir als Linksfraktion Harburg lassen diesen unverantwortlichen Zustand nicht zu! Wir bringen einen dringenden Antrag in die Bezirksversammlung ein und fordern die zuständige Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung (BSFB) auf, endlich reinen Tisch zu machen:

Wir fordern die Vertreter*innen der BSFB Amfang 2026 in den Jugendhilfeausschuss ein, um auf folgende Fragen Antworten zu geben:

  1. Stehen die wichtigen SIN-Mittel und die Mehrbedarfe für 2026 vollständig für den Bezirk Harburg zur Verfügung? Falls nicht: Welche Mittel fehlen und welche Entscheidungen stehen noch aus?
  2. Wie hoch fallen die sogenannten Rahmenzuweisungen 2026 für Harburg im Vergleich zu 2025 aus?
  3. In welcher Form werden steigende Personal-, Sach- und Honorarkosten gemäß der Inflation in den Budgets berücksichtigt?

Wir fordern den Senat auf: Schluss mit der Hinhaltetaktik! Harburgs Jugendhilfe braucht Verlässlichkeit, Planungssicherheit und eine faire Finanzierung, um unsere Kinder und Familien weiter unterstützen zu können!

Last modified: 18. November 2025