Das Quartiershaus „De Stuuv“ im Ohrnsweg in Neugraben-Fischbek wurde für rund acht Millionen Euro gebaut. Es sollte als zentraler Ankerpunkt und Treffpunkt für Nachbarschaft, Familien, Kinder und Jugendliche dienen.

Die inhaltliche Ausrichtung sowie die Trägerschaft durch Institutionen wie das DRK Harburg, das RISE Stadtteilbüro, IN VIA e.V. und eine Kita wie auch die Raumverteilung z.B. für Treffen von Stadtteilgruppen etc. erfolge aufgrund einer zuvor erstellten Bedarfsanalyse für den Sozialraum. So die Verwaltung des Bezirks. Diese Analyse bilde nämlich die fachliche Grundlage für die getroffenen Entscheidungen.

Und obwohl das Quartiershaus ein herausragendes Beispiel für ein modernes, gemeinwohlorientiertes Projekt in Harburg sein soll (Finanzsenator Dr. Dressel bezeichnete zur Eröffnung als „hamburgweit das erste Muster-Quartiershaus“) behindert ausgerechnet die Harburger Verwaltung die politische Kontrolle durch Intransparenz. Denn es fehlt eben die Bedarfsanalyse. Trotz mehrfacher Aufforderungen im Regionalausschuss Süderelbe liegt diese zentrale, fachliche Grundlage den Fraktionen der Bezirksversammlung immer nochnicht vor. Und ohne diese vermeintlich existierende Bedarfsanalyse sind die Angebote und die Strukturen im „De Stuuv“ nicht bewertbar, der tatsächliche Bedarfe im Stadtteil unbekannt und somit kann die Ausrichtung des Hauses nicht sachgerecht begleitet werden.

Die Linksfraktion Harburg ist der Meinung: Wenn die Verwaltung die Bedarfsanalyse als Grundlage für Entscheidungen heranzieht, muss sie diese auch der Öffentlichkeit und der Politik zur Verfügung stellen! Nur so kann eine transparente und zukunftssichere Entwicklung des Quartiershauses gewährleistet werden. daher stellen wir einen Antrag, in dem die Bezirksversammlung die Verwaltung auffordert, die zugrunde liegende Bedarfsanalyse für das Quartiershaus „De Stuuv“ unverzüglich den Mitgliedern der Bezirksversammlung vorzulegen. Sollten im Prozess weitere Analysen erstellt worden sein (z. B. die angekündigte Analyse nach dem Ausscheiden des Margaretenhorts), müssen auch diese vollständig vorgelegt werden.

Die Linke Harburg steht für Transparenz und eine gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung, die den tatsächlichen Bedarfen der Menschen im Stadtteil entspricht!

Last modified: 18. November 2025