Am vergangenen Mittwoch, den 25. Februar, lud die Linksfraktion Harburg zum Filmabend ins Stellwerk im Harburger Bahnhof ein. Gemeinsam mit dem Filmemacher Alexander Kornelsen sowie der Initiative „moorburg forever“ präsentierten wir den Dokumentarfilm „Mission to Marsh“.
Das Stellwerk war gut besucht, was auch ein deutliches Zeichen dafür ist, wie sehr das Thema Naturschutz den Hamburger*innen unter den Nägeln brennt. Der Film nahm das Publikum mit auf eine weltweite Reise zu den „heimlichen Superhelden“ des Klimaschutzes: den Mooren.
In der anschließenden, sehr regen Diskussionsrunde wurde die Kernbotschaft des Films noch einmal vertieft: Moore bedecken weltweit zwar nur etwa 3% der Landfläche, speichern aber mehr Kohlenstoff als alle Wälder der Erde zusammen. Dennoch sind in Deutschland bereits über 95% der Moore entwässert, wodurch sie von wertvollen CO₂-Speichern zu massiven Treibhausgas-Quellen werden. Der Film machte unmissverständlich klar: Die Wiedervernässung und der konsequente Schutz dieser Ökosysteme sind eine der effizientesten Maßnahmen gegen die Erderwärmung.
Moorburg im Fokus
Besonders spannend wurde es beim Austausch mit der Initiative „moorburg forever“. Hier wurde die Brücke von der globalen „Mission to Marsh“ direkt vor unsere Haustür geschlagen. Die Diskussion verdeutlichte, dass der Erhalt und die Renaturierung von Moorflächen in und um Harburg nicht nur ökologische Notwendigkeit, sondern auch ein Akt politischer Verantwortung ist. Besonders deutlich wurde allen Bersucher*innen, wie unsinnig der Ausbau der A26 durch Moorburg sowie die noch geplante Erweiterung der A26-Ost durch Hamburger Moorgebiet ist. Zum einen aufgrund veralteter und ohnehin zweifelhafter Annahmen zu einem zunehmenden Hafenverkehr. Zum anderen zu den absehbaren Schwierigkeiten, die entstehen, wenn man Asphalt auf Moorboden zu bringen versucht.
Eric Golbs, klimapolitischer Sprecher der Linksfraktion Harburg: „Der Film hat uns eindrucksvoll vor Augen geführt, dass Moore unsere mächtigen Verbündeten im Kampf gegen die Klimakrise sind. Für uns in Harburg bedeutet das ganz konkret: Wir müssen Flächen wie in Moorburg konsequent schützen und renaturieren, statt sie weiterer Versiegelung oder industrieller Ausbeutung preiszugeben. Klimaschutz fängt im lokalen Moor an.“
Der Abend endete mit vielen inspirierenden Gesprächen und dem gemeinsamen Vorsatz, den Schutz unserer Feuchtgebiete weiter ganz oben auf die politische Agenda im Bezirk zu setzen. Ein großes Dankeschön an die Filmemacher*innen und alle Beteiligten für diesen bewegenden Abend!
Last modified: 26. Februar 2026

