Der Spielplatz am Reeseberg ist ein Herzstück des sozialen Miteinanders im Stadtteil Wilstorf. Damit Kinder und Familien diesen sicher erreichen können, ist der dortige Zebrastreifen von zentraler Bedeutung. Doch im Zuge aktueller Baumaßnahmen plant die Verwaltung, diesen wichtigen Übergang zu streichen. Die Linksfraktion Harburg hat sich deshalb mit einer Anfrage an die Verwaltung gewandt.
Die Antwort (Drs. 22.1113) der Behörde für Inneres und Sport liegt nun vor und sorgt für Unverständnis. Die Straßenverkehrsbehörde argumentiert, dass der Reeseberg mittlerweile zur Tempo-30-Zone erklärt wurde. Nach den geltenden Richtlinien seien Zebrastreifen in solchen Zonen grundsätzlich nicht vorgesehen. Statt des Zebrastreifens soll die Fahrbahn an dieser Stelle im Zuge der Umgestaltung lediglich auf 3,50 Meter verengt werden, um die Querung zu erleichtern. Die Behörde behauptet, ein Verlust an Verkehrssicherheit sei dadurch nicht zu befürchten.
Wir als Linksfraktion sehen das anders. Fraktionssprecher Jörn Lohmann: “Ein Zebrastreifen bietet durch seine klare Markierung und die damit verbundenen Vorrangregeln ein deutlich höheres Maß an Schutz und Sichtbarkeit, insbesondere für die kleinsten Hamburger*innen. Eine bloße Fahrbahnverengung kann diesen Sicherheitsstandard nicht ersetzen, da Autofahrer*innen hier keinen expliziten Vorrang gewähren müssen. Es ist paradox, die Verkehrssicherheit durch Tempo 30 erhöhen zu wollen, während gleichzeitig bewährte Schutzelemente wie Zebrastreifen abgebaut werden.“
Gerade an sozialen Knotenpunkten wie Spielplätzen darf nicht allein nach starren Richtlinien, sondern muss nach dem tatsächlichen Bedarf der Menschen vor Ort entschieden werden. Eure Linksfraktion Harburg wird sich weiterhin dafür stark machen, dass die Schul- und Freizeitwege in unserem Bezirk sicher bleiben. Wir fordern die Verwaltung auf, ihre Haltung zu überdenken und den Zebrastreifen am Reeseberg im Sinne der Anwohner*innen und ihrer Kinder dauerhaft zu erhalten.
Last modified: 17. Dezember 2025


