Die Lage für Studierende an der Technischen Universität Hamburg (TUHH) ist dramatisch. Ein aktueller Bericht des Allgmeinen Studierenden Ausschusses (AStA) im Ausschuss für Bildung und Sport offenbart Zustände, die für einen Wissenschaftsstandort wie Hamburg beschämend sind: Während die Uni wächst, bleibt die Infrastruktur auf der Strecke – und der Harburger Wohnungsmarkt wird zur Falle.
Seit der Gründung ist die Zahl der Studierenden von 2.800 auf heute rund 7.500 angestiegen. Doch die Uni-Infrastruktur konnte mit diesem Wachstum nicht mithalten. Das Ergebnis:
Massive Platznot: Es fehlen schätzungsweise 15.000 bis 20.000 m² Fläche für Lernorte, Arbeitsgruppen und Büros.
Wohnraum-Abzocke: Nur 10 % der Studierenden finden Platz im Wohnheim. Auf dem freien Markt kosten einfache WG-Zimmer oft 850 Euro warm.
Prekäre Zustände: Berichtet wurde von „Betten-Sharing“ (2-3 Personen pro Bett) und extremer Überbelegung, bei der elf Menschen auf nur 60 m² zusammengepfercht leben.
Sylvie Szagarus, unsere bildungspolitische Sprecherin, findet dazu deutliche Worte: „Diese Zustände sind absolut unzumutbar. Wenn Studierende gezwungen sind, sich Betten zu teilen oder Wucherpreise für winzige Apartments zu zahlen, hat die Politik auf ganzer Linie versagt. Wohnen ist ein Menschenrecht – das gilt auch für Student*innen!”
Unsere Forderungen: Konsequentes Durchgreifen statt Wegsehen
Wir fordern den Senat und das Bezirksamt auf, die Reißleine zu ziehen und die TUHH endlich ihrer Größe entsprechend auszustatten. Wir setzen uns ein für:
- Stopp der Mietpreis-Umgehung: Möblierte Mikro-Apartments dürfen nicht länger als Schlupfloch für Mondpreise missbraucht werden.
- Stärkerer Wohnraumschutz: Der Bezirk muss aktiv gegen Mietwucher und illegale Überbelegung vorgehen.
- Echte Prioritäten: Wir brauchen bezahlbaren Wohnraum für alle statt teurer Investorenprojekte.
- Campus-Ausbau: Die benötigten 20.000 m² Zusatzfläche müssen zeitnah realisiert werden.
Integration und Bildungserfolg dürfen nicht an der Unterbringung scheitern. Wir bleiben dran, damit Studierende in Harburg nicht länger abgezockt werden!
Last modified: 16. März 2026


