„Die Hamsterkäufe müssen dringend aufhören“, so Jörn Lohmann, Fraktionsvorsitzender DIE LINKE. in der Bezirksversammlung Harburg. „Es sind zwar schon deutlich weniger als zu Beginn der Corona-Krise in Deutschland, aber immer noch werden Mehl, Hefe, haltbare Milch und Toilettenpapier zuhauf gekauft und gehortet.“

Dabei sind diese Hamsterkäufe nicht nur unnötig, sondern auch unsozial. „Menschen, die finanziell schwächer gestellt sind, können nicht oder nur schwer auf Vorrat kaufen. Wenn sie für sich oder ihre Familie einkaufen, stehen sie häufig vor leeren Regalen, weil alles weggekauft und gehortet wird – und im Regelfall sind es auch noch die günstigen Produkte, die besonders betroffen sind.“, so Lohmann. „Auch ältere Mitmenschen und solche mit körperlichen Einschränkungen sind oftmals von den Hamsterkäufen betroffen und sie machen den für sie beschwerlichen und auch gesundheitlich gefährlichen Weg zum Supermarkt vergeblich, da das, was sie brauchen, nicht da ist.“

DIE LINKE. ruft die Menschen zur Solidarität auf. „Erfreulich ist, dass sich viele Menschen um diejenigen kümmern, die jetzt Hilfe brauchen. Sei es, dass sie in Quarantäne sind und nicht selbst einkaufen können oder zu einer Risikogruppe gehören und nicht einkaufen gehen sollten. Viele hilfsbereite Hände sorgen dafür, dass sie versorgt werden“, so Lohmann. Des Weiteren zeigt sich in dieser Krise auch, dass die staatlichen Leistungen für finanziell schwächer gestellte Menschen viel zu niedrig sind. „Der Hamburger Senat darf nicht nur einen Corona-Schutzschirm für Kleinunternehmer ins Leben rufen, sondern muss dies auch für finanziell schwächer gestellte Menschen tun. Und zwar sehr, sehr schnell“, fordert Lohmann.

Last modified: 20. Oktober 2020
Schriftgröße erhöhen
Kontrast