„Wieder einmal lassen SPD und Grüne die Menschen im Bezirk in der Pandemie alleine“, so das enttäuschte Resümee von Jörn Lohmann, Fraktionsvorsitzender der DIE LINKE. in der Harburger Bezirksversammlung. Im Hauptausschuss am Dienstag war der Antrag der DIE LINKE. an den Gegenstimmen von SPD und Grünen gescheitert, dass entweder der Nachtverkehr der HVV-Busse im Bezirk wieder aufgenommen wird oder deutlich mehr MOIA-Fahrzeuge eingesetzt werden.

Seit einiger Zeit ist der Nachtverkehr der HVV-Busse im Zuge der Ausgangssperre hamburgweit eingestellt. Wer zur Arbeit oder von dieser nach Hause muss, der ist auf die Sammeltaxi–Unternehmen MOIA und ioki angewiesen, die während dieser Zeit mit HVV-Ticket genutzt werden können. „ioki Hamburg ist aber nur nördlich der Elbe unterwegs und der Senat hat nur 120 MOIA-Fahrzeuge für den Nachtverkehr geordert – für ganz Hamburg. Bei aktuell drei Personen, die gleichzeitig in einem MOIA-Fahrzeug befördert werden dürfen, können also in ganz Hamburg nur 360 Personen gleichzeitig befördert werden“, so Lohmann.

„Wenn von SPD und Grünen nicht mehr kommt, als dass man keine Kenntnis von Problemen oder Beschwerden habe, dann können wir nur sagen: Wir haben uns direkt bei den Berufstätigen und Taxifahrern hier im Bezirk erkundigt. Und da wurde uns berichtet, dass MOIA hier wenig fährt“, berichtet Lohmann. „Da sind SPD und Grüne wohl wieder einmal aufs Neue weit von der Realität der Menschen entfernt.“

Last modified: 29. April 2021
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